Autor Thema: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942  (Gelesen 39099 mal)

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41Sqn_Ike

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #15 am: 12. Dezember 2011, 10:51:33 »
Na, ein NDB-Approach ist ja nun nichts Außergewöhnliches. Überflug, Verfahrenskurve, konstanter Sinkflug... Die Minima werden auch so gestaltet sein, dass man runterkommt. Blindflug heißt ja nicht, dass man permanent blind fliegt/ist.

Zudem zeigen die dt. Navigationsgeräte ja sogar bei NDBs eine Entfernung an (gemessen offenbar an der Stärke des Signals), was heutzutage - wenn man denn noch nach NDBs fliegt - schon Luxus ist. Sooo spektakulär wird's also nicht werden, außer dass man die Bahn tatsächlich erst wenige Sekunden vor dem Aufsetzen sieht.

Laut den Quellen, die mir zur Verfügung stehen, gab es auch bei Stalingrad kein Lorenzsystem. Viel zu sophisticated für einen unter Feuer liegenden Frontplatz.

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #16 am: 12. Dezember 2011, 11:13:00 »
Dass es in Stalingrad kein Lorenz gab kann ich mur schon gut vorstellen.


Muss mir noch überlegen wie ein NDB-Approach genau zu bewerkstelligen ist (gibts im Briefing ev. eine kleine Anleitung?). Die He-111 hat ka kein richtiges ADF sonder nur eine fixe Antenne mit links/rechts Anzeige (zumindest der Pilot). Düfte nicht ganz einfach werden, so den richtigen Radial für den Anflug zu finden. Üben muss ich das vorher sicher noch ein bischen.

Offline Trantor

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #17 am: 12. Dezember 2011, 12:16:28 »
Ich hätte dann gerne 2 Extratanks und Verpflegung für 2 Wochen  ;D
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Offline miRage

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #18 am: 13. Dezember 2011, 08:29:53 »
Für mich statt Fahrwerk bitte ne dicke Schicht Daunenkissen unter den Rumpf

Offline McWayne

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #19 am: 13. Dezember 2011, 16:45:01 »
Und ne UÜungskarte! Bin bisher nur mit Lorenz gelandet im Stockdusterem..und selbst das ist schon Hardcore wenns richtig Duster is, selbst mit Landelichter :D

Offline Trantor

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #20 am: 13. Dezember 2011, 18:48:09 »
Darf ich auch meine patentierte Einpunktlandung benutzen ?
Oder zählt das nicht als richtig gelandet ,
wenn danach es ein Flugzeugpuzzle und einen Krater gibt ?
 ;D
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41Sqn_Ike

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #21 am: 13. Dezember 2011, 18:50:07 »
Und ne UÜungskarte!

Sorry, ist zeitlich bei mir grad nicht drin. Bin schon froh, wenn ich die Eventkarte rechtzeitig fertig bekomme. Bin gerade dienstlich etwas stark gefordert...

41Sqn_Ike

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #22 am: 15. Dezember 2011, 17:02:09 »
Hier mal ein paar Vorschläge für die Anflüge, die Ihr Euch am Sonntag zurechtlegen könntet:


Für den Lorenzanflug:
Laut 4.10 Manual steht das Voreinflugzeichen (VEZ) 3km vor der Schwelle, und das Haupteinflugzeichen (HEZ) 300m.

Von VEZ zu HEZ sind es also 2700m. Diese Strecke wird bei 180km/h GS (wenn GS=TAS, dann sind 180 km/h eine ganz gute Anfluggeschwindigkeit für die He-111) in knapp einer Minute zurückgelegt. Man sollte also über dem VEZ eine Höhe haben, die es ermöglicht, auf einem Gleitpfad von etwa 3° zu sinken.

Nimmt man die Formel

Rate of descent (ft/min) = 5 x Groundspeed (kts)

so sieht man, dass man bei 180 km/h = 100kts also 500ft pro Minute sinken sollte, um auf einem 3°-Gleitpfad zu sinken. 500ft/min sind 2,5m/s.

Wenn wir also eine Minute vom VEZ zum HEZ brauchen, nehmen wir 2,5m x 60s = 150m.

Als Minimum für einen NDB-Approach nimmt man je nach örtlichen Gegebenheiten zwischen 500 und 1000ft, d.h wir wollen in der leicht hügligen Gegend bei Stalingrad am HEZ bei 150m Höhe (über Grund!) ankommen, also müssen wir das VEZ in einer Höhe von 300m (über Grund!) anfliegen, um dann ab dort auf einem 3°-Gleitpfad mit 2,5m/s und 180km/h zu sinken.

Zugegeben, dieses vorgeschlagene Verfahren ist sehr grobkörnig. Mit dem zu erwartenden starken Wind wird man wohl eine geringere Groundspeed haben, und daher mit 2,5m/s auch vor dem HEZ auf der MDA sein (150m über Grund). Dann fliegt man einfach solange in der MDA weiter, bis man die Piste in Sicht hat oder das HEZ überfliegt; dann muss der Fehlanflug eingeleitet werden.

Einfacher Funkfeueranflug
Ähnlich würde ich auch beim Funkfeueranflug in Stalingrad vorgehen, nur dass wir hier erschwerend nicht mal VEZ und HEZ haben, sondern nur den Sender am Platz. Hier kann nur mit Stopuhr geflogen werden. Funkfeuer anfliegen auf 300m (über Grund), Verfahrenskurve fliegen (am besten 225° zum Anflugkurs), eine Minute Kurs halten, dann Kurve auf Landekurs (sollte nun idealerweise 225°-Kurve sein) und Sinkflug einleiten mit obiger Sinkrate, denn nun sind wir ja auch eine Minute vom Sender entfernt. Der zu erwartende Gegenwind wird sein übriges tun, damit man das Funkfeuer, das etwa bei der Bahnmitte steht, nicht bei 150m Höhe erreicht, wo die Landung nicht mehr durchzuführen wäre, sondern schon vorher. Sieht man nach etwa einer Minute den Platz nicht, muss man durchstarten; spätestens aber, wenn man das Funkfeuer überfliegt.

Das sind sehr rudimentäre Verfahren, und hier kommt es sehr auf den Piloten an, sich das beste Verfahren zurechtzulegen. IFR-Flüge wie heutzutage sind kein Vergleich mit dem, was wir am kommenden Sonntag erleben werden. Mit dem vorgeschlagenen Verfahren solltet Ihr aber klarkommen. Was Ihr jetzt noch braucht und von mir noch bekommt, ist die Platzhöhe über N.N. und die Anflugkurse.

Offline Trantor

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #23 am: 16. Dezember 2011, 07:24:52 »
Mal ne grundsätzliche Frage ,
Posis & Landescheinwerfer sind ja (denke ich mal) erlaubt ,
aber was ist mit Flügelrauch ?
Den sieht man extrem gut und das fände ich dann zu einfach
und auch unrealitisch.
Bin also dafür diesen zu verbieten.
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41Sqn_Ike

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #24 am: 16. Dezember 2011, 11:50:09 »
Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass jemand Flügelrauch benutzen würde...

Aber gut. Ist verboten  :laechel:

Bei dem Event ist sowieso jeder auf sich allein gestellt. Es wird nicht in Formation geflogen o.ä., jeder muss sich allein durchschlagen. Start in 1-Minute-Intervallen.

Offline McWayne

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #25 am: 16. Dezember 2011, 13:55:10 »
Wie dunkel ist der Platz und die Umgebung?
Ist der Platz befeuert? Nicht von Flak o.ä! :D

41Sqn_Ike

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #26 am: 16. Dezember 2011, 14:23:59 »
Wie dunkel ist der Platz und die Umgebung?
Ist der Platz befeuert? Nicht von Flak o.ä! :D

Der Absprungplatz hat eine relativ gute Bahnbefeuerung.

Der Feldflugplatz bei Stalingrad hingegen hat gemäß mir vorliegenden Quellen an der Anflugschwelle ein grünes Licht, bei der Bahnhälfte ein weißes, und am Bahnende ein rotes Licht. Sämtliche Landelichter müssen für den Anflug per Funkanfrage aktiviert werden.

Es wird 22:00 Uhr sein, mit schlechter Sicht und niedrigen Wolken (die allerdings aufgrund der Limits in IL-2 300m nicht unterschreiten. Tests haben zudem gezeigt, dass man trotz des Fluges in Wolken noch relativ viel von der Landschaft unter einem erkennen kann. Wird alles nicht so schwierig werden.

Offline miRage

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #27 am: 16. Dezember 2011, 16:02:54 »
Warum eigentlich 225°? Bin bisher ausschließlich auf Sicht geflogen und kenne mich mit Stoppuhr-und-Kompass-Fliegerei nicht so aus...

41Sqn_Ike

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #28 am: 16. Dezember 2011, 17:02:21 »
Warum eigentlich 225°? Bin bisher ausschließlich auf Sicht geflogen und kenne mich mit Stoppuhr-und-Kompass-Fliegerei nicht so aus...

Weil man dann vom Gegenkurs mit einem Winkel von 45° wegfliegt und nach etwa einer Minute Flugzeit soviel horizontalen Abstand zum Anflugkurs aufgebaut hat, dass man mit einer Standardkurve um 225° so ziemlich genau auf dem Anflugkurs die Kurve beendet und somit genau mit der Landebahn ausgerichtet ist.

Das funktioniert aber nur bei Windstille einigermaßen gut. Bei Wind muss man entsprechende Korrekturen aufschlagen, und zwar auf die Ablugzeit vom Funkfeuer (kürzere Abflugzeit bei Rückenwind, längere Abflugzeit bei Gegenwind) und auf den Abflugwinkel (nach links oder rechts, je nachdem, als welcher Richtung der Wind kommt. Dafür gibt es auch Faustformeln, die ich jetzt aber unmöglich alle hier präsentieren kann und will. Man kann da aber auch mit ein bißchen Glück und Spucke Aufschläge schätzen, und den Rest korrigiert man dann halt per Nadelanzeige weg, wenn man im Anflug ist.

Offline miRage

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Re: Event am 18.12.2011 - Stalingrad, Winter 1942
« Antwort #29 am: 16. Dezember 2011, 23:04:50 »
ich muss dann aber schon noch 90° auf die Runway eindrehen, oder? (225+225=450; wenn ich zu Beginn entlang der Runway angeflogen bin habe ich nun 90° zuviel gekurvt... oder überfliegst du den Platz initial im Winkel von 90°?)